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  1. Apr 2019
    1. I. Unstreitig: Tatbestandliche Ungleichwertigkeit von vorgestelltem und verletztem Tatobjekt

      Ist hierbei gemeint, dass 2 Sachen die zwar identisch sind, nicht unbedingt auch gleichwertig sind?

      Wenn jemand z.B. einen Tatbestand erfüllen will, diesen durch den error in objecto an einer anderen Sache begeht, aber die aktuelle Rechtssprechung sich einig ist, dass in diesem Fall der Tatbestand nicht erfüllt wäre, (weil für das tatsächlich getroffene Objekt andere Konsequenzen für den Eigentümer entstehen, um genau zu sein viel mildere)?

      An der vorgestellten Sache wäre dies (durch andere, stärkere Konsequenzen für das Opfer) erfüllt worden.

      Nehmen wir als Beispiel die Sachbeschädigung. A möchte die Sache des Bs beschädigen. Tatsächlich tut er das an Cs Sache, dachte aber Bs Sache getroffen zu haben. Die beeinträchtigte Gebrauchsbestimmung an der tatsächlich getroffenen Sache (der Sache von C) ist unerheblich und bildet keine tatbestandliche Sachbeschädigung. Hätte A die Sache der B nicht mit der des C verwechselt, so hätte sie den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt, denn für B lege eine mehr als nur erhebliche Beeinträchtigung der bestimmungsgemäßen Brauchbarkeit vor. Kann in so einem Fall (obwohl die Sachen identisch sind) eine tatbestandliche Ungleichwertigkeit vorliegen?

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